Die elektronische Patientenakte – und ich habe gar kein Smartphone

Seit Anfang 2025 hat fast jeder in Deutschland automatisch eine elektronische Patientenakte bekommen. Aber was ist, wenn Sie kein Smartphone haben? Oder wenn Tippen auf einem kleinen Bildschirm mit zittrigen Fingern schlicht nicht klappt?
Was ist überhaupt passiert?
Ihre Krankenkasse hat Anfang 2025 für Sie automatisch eine elektronische Patientenakte – kurz ePA – angelegt. Das ist ein digitaler Ordner, in dem Ihre Gesundheitsdaten gespeichert werden: Arztbriefe, Befunde, Medikamentenpläne.
Sie mussten dafür nichts tun. Und Sie müssen auch jetzt nichts tun – es sei denn, Sie möchten die Akte nicht haben. Dann können Sie widersprechen.
Muss ich jetzt ein Smartphone kaufen?
Nein. Das ist das Wichtigste vorab.
Die Akte läuft im Hintergrund. Wenn Sie beim Arzt Ihre Gesundheitskarte ins Lesegerät stecken, kann der Arzt darauf zugreifen. Dazu brauchen Sie kein Handy und kein Tablet. Das passiert einfach so – wie bisher auch.
Und wenn ich die Akte selbst ansehen möchte?
Das ist schwieriger – und hier liegt das eigentliche Problem für viele ältere Menschen. Es gibt drei Wege:
- Die App auf dem Smartphone – die einfachste Lösung, aber eben nicht für jeden.
- Am Computer oder Laptop – mit Kartenlesegerät und PIN der Krankenkasse.
- Die Ombudsstelle Ihrer Krankenkasse – telefonische oder persönliche Unterstützung für Menschen, die die Akte nicht selbst verwalten können.
